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    Katastrophenschutz

  • Tagtäglich geschehen Unfälle oder Menschen erkranken akut: Ein Zusammenstoß im Straßenverkehr, ein Arbeitsunfall im Betrieb, ein Herzinfarkt zuhause, eine brennende Küche - Innerhalb von Minuten wird geholfen.

    Rettungsdienste und Feuerwehren stehen rund um die Uhr bereit, um den betroffenen Menschen zur Hilfe zu eilen. In einer Stadt wie Frankfurt am Main sind dies hauptberufliche Hilfskräfte, im Dienste von Hilfsorganisationen, wie etwa dem Deutschen Rote Kreuz Frankfurt am Main, stehen.

     

    Bei Gefahrensituationen, mit vielen hilfsbedürftigen Menschen, ist das auf die individuellen Bedürfnisse des Alltags ausgerichtete Hilfeleistungssystem jedoch schnell überfordert: Zugunglück, Erdbeben, Hochwasser, Massenpanik, Klinikbrand sowie andere Unglücksfälle reizen die personellen und materiellen Ressourcen des Regelrettungsdienstes schnell aus.

    In solchen Situationen ist der Rettungsdienst nicht mehr in der Lage allen verletzten und betroffenen Personen individualmedizinische Hilfe zukommen zu lassen und diese dann in entsprechende Krankenhäuser zu verbringen.

     

    Hier kommen die ehrenamtlichen Helfer des DRK Frankfurt zum Einsatz. Aktiv in den unterschiedlichsten Einheiten des Zivil- und Katastrophenschutz der Stadt Frankfurt am Main, wie etwa den Betreuungs- oder Sanitätszügen, verrichten die Helfer im Bedarfsfall ihre Arbeit um Menschen in Not- und Unglückslagen beiseite zu stehen

  • Aktuelles
  • "Alarm für den 2. und 3. Sanitätszug. Einsatz im Osthafen. Kollision zwischen Passagier- und Frachtschiff. Unbekannte Anzahl an Verletzten."

     

    Mit dieser dramatischen Meldung begann am Samstag, den 08.10.2016 um 15:00 Uhr die Katastrophenschutzübung Olymp 2016 für die Katastrophenschutzeinheiten des DRK Frankfurt am Main.

    Als Szenario wurde die Kollision eines Frachtschiffes mit einem Passagierschiff im Frankfurter Osthafen angenommen, bei welcher es zu einem Brand auf dem Frachtschiff und zusätzlich zu einer großen Anzahl an Verletzten auf dem Passagierschiff kam. 

     

    Die Einheiten des DRK errichteten, in Zusammenarbeit mit den Kollegen der JUH, im Uferbereich, nahe der auf dem Wasser gelegenen Schadenstelle, einen Behandlungsplatz 50 (=BHP 50), welcher die von DLRG, Feuerwehr und THW gerettet Patienten erstversorgte und sie für den weiteren Transport in die Frankfurter Krankenhäuser stabilisierte.

    Die Herausforderung für die eingesetzten Helfer war es, zunächst eine geeignete Stelle für den Behandlungsplatz, sowie den Rettungsmittelhalteplatz (für die zahlreichen Rettungs- und Krankenwagen) zu erkunden und entsprechend zeitnah mit der Errichtung der notwendigen Behandlungseinrichtungen zu beginnen.
    In Zusammenarbeit mit dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OLRD), dem Leitenden Notarzt (LNA) und dem Kontaktbeamten der Feuerwehr gelang es den Zügen innerhalb von nur 20 Minuten ihre Einsatzbereitschaft herzustellen und die ersten geretteten Patienten in Empfang zu nehmen.
    Bereits nach knapp zwei Stunden konnten der letzte Patient in eine Frankfurter Klinik abtransportiert werden.

     

    Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass sich das stetige Üben und Trainieren mit den Helfern sich bezahlt gemacht hat und somit auch in herausfordernden Situationen jeder Handgriff der Helfer gesessen hat.

     

  • Der 2. Sanitätszug im Sammelraum, kurz vor Übungsbeginn.