Unterstützt wurde das Frankfurter Rote Kreuz aktuell von zahlreichen hessischen DRK Gliederungen und weiteren Partnern, die ebenfalls Sachspenden gesammelt haben. Auch der vierte Transport innerhalb von neun Monaten kam auf ausdrückliches Ersuchen der Schwesterorganisation des Roten Kreuzes in der Ukraine zustande, dieses Mal in der Region Transkarpatien.
Gezielte Unterstützung auf konkreten Hilfebedarf
„Uns hat ein konkretes Hilfegesuch unserer Kolleginnen und Kollegen vom Roten Kreuz vor Ort erreicht", erklärt Richard Loch, der gemeinsam mit Markus Schullenberg federführend für den Transport verantwortlich war.
Die gesammelten Güter umfassen ein breites Spektrum an dringend benötigten Materialien: Neben Kleidung und Haushaltsartikeln wie Töpfen und Pfannen wurden gebrauchte Pflegehilfsmittel wie Matratzen, Rollstühle, Gehstützen und Rollatoren verladen. Ergänzt wurde die Ladung durch medizinische Pflegeprodukte wie Einlagen, Windeln und Desinfektionsmittel sowie Schienen und Orthesen. Hinzu kamen neue Hygieneartikel und Waschmittel aus einer Großspende.
Dierk Dallwitz, Geschäftsführer DRK Frankfurt, sagt: „Genau das ist die Stärke der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung: Wir kennen den tatsächlichen Bedarf, weil unsere Schwesterorganisationen direkt mit den betroffenen Menschen arbeiten. So können wir gezielt helfen – ohne Umwege."
Breites Bündnis hessischer Rotkreuz-Verbände
Die Koordination des Transports lag beim DRK Frankfurt. Für den Erfolg der Aktion haben sich zahlreiche hessische DRK Gliederungen und weitere Partner zusammengeschlossen: Mit dabei waren der DRK Kreisverband (KV) Gießen-Marburg e.V., der DRK Ortsverein (OV) Bad Vilbel (KV Friedberg), der DRK KV Main-Taunus e.V., der DRK KV Hanau e.V., der DRK KV Gelnhausen e.V., der DRK KV Darmstadt-Stadt e.V., der DRK KV Hofgeismar e.V. sowie die DRK Landesverstärkung Hessen im DRK Landesverband Hessen e.V.
Richard Loch ergänzt: „Dieser Transport wäre ohne das großartige Netzwerk des Roten Kreuzes in Hessen niemals möglich gewesen. Jeder einzelne Verband, jede Spende und jede helfende Hand haben dazu beigetragen, dass diese sieben Tonnen Hilfe jetzt bei den Menschen ankommen, die sie so dringend brauchen. Wir möchten uns außerdem herzlich bei der Bevölkerung für die überwältigende Spendenbereitschaft bedanken – bei allen, die durch ihre Spende Hilfe möglich machen."
Junge Menschen leisten unverzichtbaren Beitrag
Auch das Adorno-Gymnasium in Frankfurt hat sich an der Spendenaktion beteiligt und Kleidung gesammelt. Schulleiterin Annette Lommel-Sturm freut sich über das Engagement ihrer Schülerinnen und Schüler: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass junge Menschen Verantwortung für andere übernehmen. Die Beteiligung an diesem Hilfstransport zeigt, was möglich ist, wenn viele mitmachen. Solidarität und Mitmenschlichkeit sind Werte, die wir unseren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben möchten. Es ist wichtig, den Blick über den eigenen Tellerrand zu richten und nicht nur die eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen.“
Einen ganz besonderen Beitrag leisteten Jugendliche einer Ortsgruppe des Jugendrotkreuzes (JRK) im DRK OV Rettungswache Bergen-Enkheim sowie der Vorsitzende Dennis Halbow. Sie haben gemeinsam mit Richard Loch und Markus Schullenberg viele Stunden in die logistische Vorbereitung des Transports investiert.
Insgesamt wurden allein in Frankfurt mehr als 200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit allein für die Koordination und logistische Vorbereitung aufgebracht. Dierk Dallwitz sagt: „Was unsere Ehrenamtlichen hier geleistet haben, ist wirklich außergewöhnlich. Über Monate hinweg haben sie in ihrer Freizeit sortiert, koordiniert und organisiert – mit einer Leidenschaft und Hingabe, die mich tief beeindruckt. Das ist gelebte Menschlichkeit."
Geldspenden weiterhin dringend benötigt
Neben Sachspenden sind vor allem Geldspenden notwendig, um die aufwendige Logistik weiterer Transporte zu finanzieren und flexibel auf den sich verändernden Bedarf vor Ort reagieren zu können. Das DRK Frankfurt bitte daher um Geldspenden.
DRK Frankfurt Spendenkonto:
IBAN: DE14 5005 0201 0000 2000 00
BIC: HELADEF1822
Stichwort: Auslandshilfe Ukraine
Eine Onlinespende ist zudem möglich auf www.drkfrankfurt.de/spenden.
